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Fußball

Sportprofis mit einem großen Herz

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Die Corona-Krise hat viele Menschen in Not gebracht. Neben der Angst vor Erkrankung und Eindämmung der Pandemie ist es für viele Menschen nun auch eine Frage des finanziellen Überlebens. Viele Menschen weltweit sind von den lockdowns und den zahlreichen Absagen von Großveranstaltungen im Sport und anderen Bereichen so sehr betroffen, dass sie in finanzielle Not geraten sind. Einige sind nun auf Wohltätigkeitsorganisationen und Hilfsorganisationen angewiesen sind.

Viele Sportlerinnen und Sportler aus der Welt des Tennis, Fußballs, Basketballs und anderer Sportarten sind sehr großzügig, wenn es darum geht, den weniger Glücklichen zu helfen. Einige Profisportler spenden nicht nur regelmäßig an Hilfsorganisationen, sondern haben sogar eigene Hilfsorganisationen gegründet.

Es gibt nur wenige Sportarten, in denen die Besten der Besten so viel Geld verdienen können wie im Fußball. Aber auch wenn die Taschen mancher Sportprofis nicht so tief sind wie die von Ronaldo, können sie ihren Bekanntheitsgard nutzen, um sozial aktiv zu werden. Viele Sportler sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und nutzen ihre mediale Präsenz entsprechend.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Welt des Fußballs und seine Wohltätigkeitsorganisationen.

Deutsche Fußballprofis und Vereine zeigen sich in der Corona-Krise solidarisch. Die deutsche Fußballnationalmannschaft spendete 2,5 Millionen Euro für den guten Zweck.  Eine weitere deutsche Fußballorganisation, die hilft, ist die DFB-Stiftung Sepp Herberger. Gemeinsam mit dem Nationalspieler Jonathan Tah startete sie ein Hilfsprogramm zur Unterstützung von Mitgliedern der Fußballfamilie, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind. Nach Hilfe Fragen können Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den Mitgliedsverbänden des Deutschen Fußballbundes (DFB) und den deutschen Fußballvereinen engagieren.

Auch die englische Fußballnationalmannschaft zeigt sich in Zeiten der Corona-Krise solidarisch, insbesondere mit dem britischen Gesundheitssystem NHS. Von insgesamt 16 Länderspielen seit der Weltmeisterschaft 2018 wird ein Teil der Eintrittsgelder an den NHS gespendet.

Eine weitere Initiative von Fußballspielern heißt Streetfootballworld. Juan Mata, ein Mittelfeldspieler von Manchester United, war einer der Initiatoren dieses Projekts. Die Organisation Streetfootballworld hat sich zum Ziel gesetzt, soziale Projekte im Zusammenhang mit dem Fußball zu unterstützen. Alle Teilnehmer, wie Mats Hummels (Borussia Dortmund), Serge Gnabry (FC Bayern München), Alexander Esswein (Hertha BSC), Daniel Didavi (VfB Stuttgart), Jürgen Klopp (FC Liverpool), Giorgio Chiellini (Juventus Turin), Shinji Kagawa (Real Saragossa), Megan Rapinoe (Reign FC) erklärten sich bereit, ein Prozent ihrer Gehälter an die Organisation zu spenden.

Und was ist mit dem bereits erwähnten Cristiano Ronaldo? 

Es scheint, dass Ronaldo ein großes Herz hat, denn er spendet sehr viel und sehr gerne. Als er und Real Madrid 2016 die Champions League gewinnen, hat er das Preisgeld von 600.000 Euro an die Ärzte der Mannschaft gespendet, anstatt es für sich zu beanspruchen. Nach Naturkatastrophen wie dem Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 spendete er 7 Millionen Euro an die Hilfsorganisation „Save the Children“. Als 2014 schwere Regenfälle die Häuser von über hunderttausend Menschen in Bosnien, Serbien und Kroatien zerstörten, stellte Ronaldo 6,5 Millionen Euro bereit, um den Opfern zu helfen. Zu Zeiten von Corona spendete der portugiesische Superstar Millionen an zwei Krankenhäuser in Portugal, um den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu unterstützen.

Und wie siehts im Basketball, vorallem im NBA aus?  

Verschiedene NBA-Stars haben bereits sechsstellige Summen für das Personal ihrer Teams und den Sporthallen zugesagt. Die Spendenbereitschaft ist in den USA generell höher als in anderen Teilen der Welt. Der Grund dafür ist die unterschiedliche Unternehmens- und Sozialkultur in den USA. Das Fehlen eines angemessenen Sozialleistungssystems ist nur einer der Gründe, warum Spieler wie Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks), Kevin Love (Cleveland Cavaliers), Blake Griffin (Detroit Pistons) und andere sich sofort am Beginn des Coronaviruses entschlossen haben, Beträge von jeweils rund 100.000 Dollar zu spenden. Der Franzose Rudy Gobert, selbst mit Corona infiziert, verteilte sogar 500.000 Dollar an verschiedene Organisationen. Zion Williamson von den Orleans Pelicans kündigte an, dass er die Gehälter aller Mitarbeiter der Arena der New Orleans Pelicans für 30 Tage vollständig übernehmen werde.

Und was ist mit Tennis?  

Beginnen wir mit den Sportler, der das höchste Einkommen hat, dem Schweizer Roger Federer. Roger und seine Frau Mirka haben eine Million Schweizer Franken für den Kampf gegen den Covid-19 gespendet. Das Geld soll Schweizer Familien unterstützen, die durch die Folgen der Coronakrise in finanzielle Not geraten sind. Ausserdem unterstützt Roger verschiedene Wohltätigkeitsprojekte auf der ganzen Welt, hauptsächlich durch seine eigene Organisation, die Roger Federer Foundation. Der Schwerpunkt seiner Stiftung liegt auf Bildungsprojekten in der Schweiz und in der Region des südlichen Afrikas. Die Programme in Afrika konzentrieren sich auf die Verbesserung der Qualität der Früh- und Grundbildung. Die Projekte in der Schweiz zielen darauf ab, ausserschulische Aktivitäten für von Armut betroffene Kinder zu fördern. Roger unterstützt auch andere Stiftungen wie zum Beispiel die Elton John AIDS Foundation oder das Small Steps Project.

Eine weiterer grosszügiger Tennisspofi ist Serena Williams. Im Januar 2020, nach drei Jahren ohne Titelgewinn und nach ihrer Babypause, gewann sie das WTA-Turnier in Auckland, Neuseeland. Anstatt das Preisgeld von 43.000 US-Dollar zu behalten, spendete sie es einem Hilfsfonds für die Opfer der verheerenden Buschfeuer in Australien. 2014 gründete die Tennisspielerin Serena Ventures. Die Organisation investiert in Unternehmen, die sich für individuelles Empowerment, vielfältige Führungsqualitäten, Chancen und Kreativität einsetzen. Und natürlich gibt es noch zahlreiche andere Organisationen, die Serena unterstützt, wie UNICEF, Build African Schools, Hearts of God usw.

Auch Rafael Nadal hat ein großes Herz. Zusammen mit dem Basketballspieler Pau Gasol initiierte er zum Beispiel Ende März eine Crowdfunding-Kampagne, um Spenden für die Opfer der Corona-Pandemie zu sammeln. Damals ging es darum, elf Millionen Euro für das Rote Kreuz zu sammeln. Einige Monate später, Anfang Juni, vermeldeten beide, dass die Kampagne mehr als 14 Millionen Euro aufbrachte. Mit dem Geld sollen mehr als eine Million Opfer der Pandemie in Spanien unterstützt werden, darunter auch diejenigen, die aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise in Not geraten sind.

Natürlich gibt es viele andere Sportprofis, die gerne ihren Reichtum mit den Bedürftigen teilen. Wenn es bestimmte gibt, die wir uns ansehen sollen, lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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